Wettbewerbsbeitrag, Bert Brecht Haus, Oberhausen 2009
Mitarbeiter: Tobias Roth, Andreas Kantartzis, Marc Rogmans
ÜBERGÄNGE
Lernen und Lesen setzt die Offenheit der Gedanken voraus. Wie ist das möglich in
einem bedeutungsvollen Raum, der strenge Grenzen setzt?
Wir bieten einen Ort für die Bildung voll offener Beziehungen – zwischen Außen und
Innen, Stadt und Gebäude, Freiraum und Architektur. Zugänge sollen unmerklich und
selbstverständlich sein, Räume sollen fließend ineinander übergehen.
Park, Pavillon, Foyer und Passage können je nach Anforderungen unterschiedlich geschaltet
werden. Bin ich noch im öffentlichen Raum, oder schon im Haus der Bildung,
im Außen- oder Innenraum? Grenzen werden durch schwellenlose
PAVILLON
Der großzügige Raum ist die Schnittstelle zur Stadt. Medien, Cafe, netzloser Internetzugang
werden zu einer Landschaft verschmolzen, die einen authentischen Informationszugang
ermöglicht. Im Sommer können die Raumgrenzen zum Park für temporäre
Außenveranstaltungen aufgelöst werden – übrig bleibt ein Dach.
Funktionale Zusammenhänge von Anlieferung und Feuerwehrdurchfahrt werden trotz
Erweiterung in den Park aufrechterhalten.
PASSAGE
Eine gläserne Passage führt durch das Haus der Bildung und stellt das Denkmal
optisch frei. Sie ist je nach räumlicher Sichtweise Zugangs- oder Durchgangsraum,
Verbindung der internen Funktionen oder Durchdringung von Stadt und Gebäude.
Das strukturell offene System bietet den Nutzern die Möglichkeit sich ihren Raum
den Anforderungen nach jeweilig selber zusammen zu stellen, und im Gebrauch
rückzukoppeln: zwischen einer 24h Öffnung der Passage, bis zu einer Schließung
nach Ende der Öffnungszeit des Haus der Bildung bleiben den Nutzern alle
Optionen offen.
