Pegel Horizont
Pegel Horizont © Prof. Carsten Gliese
Stürmische See
Stürmische See © Prof. Carsten Gliese
Tiefgang
Tiefgang © Prof. Carsten Gliese
Raum Balanceakt
Raum Balanceakt © Prof. Carsten Gliese
Zugang Raumlabor
Zugang Raumlabor © Prof. Carsten Gliese
Rhein Raum
Rhein Raum © Prof. Carsten Gliese
Projektteam Stefan Korschildgen, Andreas Schmitz, Michael Weichler
Bauherr Montag Stiftung Bildende Kunst
Stadt Bonn
Datum 2007
Bildrechte Prof. Carsten Gliese

Rheinpegel_Raumlabor - Rauminstallation

Das Projekt „Rheinpegel_Raumlabor“ inszeniert Bezüge zum vorbei fließenden Rhein mit haptischen, atmosphärischen und literarischen Mitteln. Im Sinne eines Laboratoriums geht es bei dem bau-künstlerischen Eingriff um die Veränderbarkeit eines vorhandenen Zimmers der Bonner Villa Ingenohl durch den Besucher. Es wird eine zusätzliche, elastisch gelagerte Bodenebene eingebracht, welche sich durch Betreten bzw. Begehen unterschiedlich neigt. Das Weiche, Schwebende bzw. Instabile des Flusses wird somit sinnbildlich auf den Boden des Raums übertragen, wobei dessen Höhenniveau, genannt „Pegel“, schwankt. Mit der Bewegung des Bodens verändert sich der gesamte Raum bzw. die Wahrnehmung des selbigen. In unberührtem Zustand befindet sich der Zimmerboden rundum auf seinem „Normal-Pegel“. Bei außermittigem Betreten bzw. Begehen neigt sich die Bodenkante zu einer Seite hin und gibt so einen blauen Wand-Sockelbereich frei, welcher vorher verborgen war. Durch das temporäre Freilegen dieser Farbzone wird der homogen weiße Raum nun mit einer intensiven Kolorierung informiert und somit atmosphärisch angereichert. Das Einbetten von vereinzelten, meist lyrischen Fluss-Zitaten in diese Farbflächen verstärkt ideell die thematisierte Nähe zum Strom. Auch das Auf- und Abtauchen dieser Farb- und Textebene kann somit permanent durch den Nutzer beeinflusst werden. Der Raum fließt. [… schwindelnd trägt er dich fort auf rastlos strömenden Wogen …] Friedrich Schiller