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Projectteam Gerhard Kalhöfer, Johannes Haucke
Client
City Frankreich
involved Tragwerksplanung: Prof. Arne Künstler - Imagine Structure GmbH
Date 2023

Das Haus und das was mal Haus war - Ferienhaus

Ein typisches Haus im Herault in einer engen Gasse. Das Dorf steht unter Denkmalschutz. Es ist eher ein Ensemble zweier Häuser, von denen eines nur noch in Teilen existiert und den Freiraum für den intakten Teil abgibt. Es kann nur funktionieren, da es das Andere nicht mehr gibt und dieses als Hof den mitten im Dorf fehlenden, nötigen Freiraum und die Belichtung des Ganzen im tiefen Grundstück ermöglicht. Absurderweise ist dieser Freiraum nicht auf Erdgeschossebene, sondern über eine Treppe die ins ehemalige Obergeschoss führt zu erreichen.
Vordergründig geht es um die denkmalpflegerische Sanierung des heruntergekommenen Hauses. Die historische Substanz soll erhalten und nur an einigen Stellen durch eine neue technische Infrastruktur und Bäder ergänzt werden. Der Hof soll auf der 2. Ebene von einer neuen Terrasse überspannt werden. Hier ist auch ein Blick auf die Burg (das Chateau) über dem Dorf möglich.
Der Hof ist eigentlich der Ort eines ehemaliges Haus von dem jetzt nur noch der vordere Gewölbekeller auf Gassenniveau mit der überwölbten Treppe die ins 1.OG führt und der Frontfassade existiert. Durch die noch vorhandenen Fragmente der Fassade und des Treppenhauses vermittelt der Leerraum jedoch immer noch die stille Anwesenheit des vormaligen Hauses.
Ausgehend von dieser Ambivalenz wird die neue Terrasse als mobiles Terrassenelement in den Raum gestellt.
Die Terrasse überspannt den Zwischenraum und stärkt herabgelassen seine vorherige Bedeutung als ehemaliger Wohnraum oder lässt ihn in hochgeklapptem Zustand als Leerraum und Gasse frei.
Die Mobilität ist nicht das eigentliche Ziel des Entwurfes, sondern die Möglichkeit unterschiedliche Zustände des Hauses in sich zeitlich ablösenden Bildern zu vergegenwärtigen. Der Ort als Gasse und als vormals gebauter und genutzter Raum sind im Projekt gleichsam verwoben und tauchen als Schatten des realen Zustands jeweilig auf.
Es ist die Überblendung beider Möglichkeiten, die die zeitliche Entwicklung von der intakten Vergangenheit bis zur zerrissenen Gegenwart sichtbar macht und erklärt. Ohne das Handeln im Raum gibt es kein Verständnis.